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Intraoperative Bildgebung:

In der Therapie von Hirn- und Schädelbasistumoren ist das Resektionsausmaß ein sehr wichtiger Vorhersagewert für das spätere Ergebnis. Um diesen möglichst großzügig zu gestalten - und dabei die wichtigen Funktionen unserer Gehirns zu erhalten - bedient man sich der modernen Möglichkeiten von intraoperativer Bildgebung.

Unsere Klinik verfügt über einen Operationssaal mit komplettem, introperativem CT und vollintegrierter Neuronavigation. Diese Ausstattung ist sehr selten, und macht darum unsere Klinik durch die gewonnenen Möglichkeiten in Österreich einzigartig. Es können dank dieser Ausstattung eine Reihe von sehr modernen Operationstechniken angewandt werden. Wir verwenden das CT zum Beispiel in der Tumorchirurgie, der Wirbelsäulenchirurgie und der funktionellen Neurochirurgie.

Damit können wir innerhalb weniger Minuten ein CT des Schädels durchführen und dank leistungsfähiger Computerlösungen den Grad der Resektion feststellen. Bei Schädelbasistumoren wird es kompliziert, wenn Tumoren auch im Knochen Verbreitung finden. Wo der Schädelknochen vom Tumor infiltriert ist, ist eine operative Entfernung oftmals nicht vollständig, weil eine sichtbare Grenze fehlt. Mit der neuen Technik können wir computergestützt operieren und auf schonende Art mehr Tumorgewebe entfernen als bei herkömmlichen Methoden, denn die Infiltrationszonen können für uns im CT sichtbar gemacht werden. Vor der Operation wird der Patient in das CT gefahren, die entstanden Bilder stellen dann nach Verschmelzung mit den präoperativen MRTs die Grundlage der Computergestützten Chirurgie dar. Zusätzlich verwendet der  Operateur ein Instrumentarium, das ebenfalls vom Navigationssystem erkannt wird. Der Computer erstellt sowohl aus den CT-Bildern und aus den von der  Navigation erkannten Daten der Instrumente immer ein aktuelles Bild für den Chirurgen und kann exakt feststellen, welches Gewebe entfernt wurde und wo noch Tumorgewebe vorhanden ist. Nach Abschluss der Tumorentfernung wird zur Kontrolle erneut ein CT angefertigt. So können wir dem Patienten auch kurz nach der Operation schon einen Ausblick geben, wie vollständig die Tumorentfernung war.

Daneben verwenden wir routinemäßig den intraoperativen Ultraschall. Diese strahlungsfreie Untersuchung steht bei uns uneingeschränkt zur Verfügung und gibt schnell Aufschluß über das Ausmaß der Tumorentfernung. Bei speziellen Fragestellungen kann diese Ultraschalluntersuchung auch in Kombination mit der Neuronavigation durchgeführt werden.